Montag, 10. Dezember 2012

Tiger, Lichter und Musik

Nachdem wir euch im letzten Post über die Arbeitsfelder von PRAJNA informiert haben, wird es nun Zeit, den Schwerpunkt auf unser Leben und unsere Arbeit hier in Indien zu legen.

Wie wir bereits vor unserer Ausreise wussten, ist die indische Kultur enorm vielfältig und reich an Mythologien, Farben und Feierlichkeiten. Für uns waren die Feste „Dasara“ und „Diwali“, welche im Oktober und November gefeiert wurden, ein besonderes Highlight.

Gerne möchten wir euch für einen Moment in die farbenfrohe Welt der hinduistischen Feste Indiens entführen…

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Dasara

In der Zeit vom 24.10. bis zum 02.11. wurde der Sieg vom Hindu-Gott Rama über den Dämonen-Gott Ravana und – damit verbunden – der Triumpf von Gut über Böse gefeiert.

Dieses Ereignis wird in den verschiedenen Regionen Indiens unterschiedlich zelebriert; in Mangalore dauerte das Fest 9 Nächte bzw. 10 Tage an, wobei an jedem Tag eine andere Göttin verehrt wurde. Besonderen Zulauf fanden dabei die zahlreichen Tempel in Mangalore, welche für Dasara besonders mit Lichterketten geschmückt wurden.

In erster Linie wird Dasara aber im eigenen Zuhause gefeiert, wo an verschiedenen Tagen u.a. die Fahrzeuge, Küchengeräte und technischen Geräte mit einer sogenannten „Pooja“ verehrt werden. Dies kann im privaten Rahmen oder mithilfe eines Priesters geschehen, wobei die Gegenstände aber in jedem Fall mit Blumengirlanden, Chilis oder Limetten verziert werden.

Am letzten Tag fand zum Abschluss die große „Procession“ statt, eine Art Umzug. Mehrere hundert Wagen, auf denen sich Götterstatuen, Tanzgruppen und als Tiger bemalte Menschen befanden, kämpften sich dabei ihren Weg durch die Hauptstraßen Mangalores. Die Statuen wurden so zum Fluss transportiert, wo sie feierlich dem Wasser „übergeben“ wurden. Viele zuschauende Menschenmassen erfreuten sich sichtlich an diesem Spektakel und so auch wir.

 

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Diwali

Diwali, das Lichterfest, ist ein weiteres bedeutendes religiöses Fest, welches sich über vier Tage erstreckt. An jedem dieser Tage wird ein anderer hindustischer Mythos erzählt und Gott verehrt, wie z.B. die Göttin Laxmi, welche für Reichtum und Wohlstand steht. Aus diesem Grund ehren die Inder an diesem Tag ihre Besitztümer, besonders Inhaber von Läden schmücken diese mit ganz besonders viel Sorgfalt.

Besonders beeindruckt haben uns während dieser Zeit die überall platzierten Lichter, Kerzen und Feuerwerke, welche den Übergang von Dunkelheit zu Licht symbolisieren sollen.

An zwei Tagen hatten wir die Gelegenheit, das Fest in seiner Originalität hautnah mitzuerleben: Zum einen durften wir einen Abend mit den Kindern des Transit Homes verbringen, welche großen Spaß an Süßigkeiten, Lichtern und Feuerwerkskörpern gefunden hatten. Zum anderen wurde eine Unterkunft in einer Familie für uns organisiert, welche Diwali ebenfalls mit leckerem Essen, vielen Lichtern, Wunderkerzen und Feuerwerkskörpern zelebrierte.

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